Kiepenkerlsonntag in Stadtlohn

 Über 100 Kiepenkerle ziehen durch Stadtlohn Kiepenkerlsonntag im "Goldenen Oktober" - alte Trachten, spielfreudige Musiker und tausende gut gelaunte Besucher - Stadtlohn zeigte sich von der schönsten Seite.Stadtlohn-1- Bild- Birgit Wermelt (2) Stadtlohn3-Bild-Birgit WermeltStadtlohn-2- Bild- Birgit Wermelt (1)Stadtlohn-4-Bild-Birgit Wermelt (2)Bürgermeister Könnig beim Fassanstich Bild Birgit WermeltStadtlohn-5-Bild-Birgit Wermelt (1)

Mehr als 100 Kiepenkerle, Bäuerinnen und Mitglieder von Trachtenvereinen, davon viele aus dem Kreis Steinfurt, ließen gestern bei ihrem Umzug längst vergangenen Zeiten wieder aufleben und erkoren die Töpferstadt zum 33. Mal zur Hauptstadt der Kiepenkerle. Bürgermeister Helmut Könning und Günter Südhoff hießen die Teilnehmer aus dem ganzen Münsterland und den Niederlanden willkommen. Früher gab es den Kiepenkerl für die Nachrichtenübermittlung, heute gibt es das Internet - ihren Charme haben die Kiepenkerle aber auch heute nicht eingebüßt. Bürgermeister Könning freute sich über die große Zahl der Gäste in der Innenstadt und lud sie auch zum Besuch des Kiepenkerlmuseums im Haus Hakenfort und zum Einkauf in den Geschäften ein.
Nach dem traditionellen Fassanstich und dem Freibier für alle Kiepenkerle und Bäuerinnen stimmte der Kiepenkerlchor Nordwalde am Brunnen einige Plattdeutsche Lieder an. Danach mischten sich die Vertreter der alten Zunft gutgelaunt unters Volk und wurden von den Besuchern mit einem Lächeln begrüßt. Bäuerin Agnes Walfort und das Kiepenkerlehepaar Herbert und Karin Hörbelt hatten "Heimrecht" und konnten sich über Fans nicht beklagen.
"Eene kaas wa drinken, oder woss lever nen Ei oder nen Appel?", luden die Kiepenkerle die Stadtlohner und zahlreichen Gäste von nah und fern zu einem kleinen Imbiss ein. Die Husarenkapelle, der Stadtlohner Fanfarenzug und der Spielmannszug Stadtlohn wurden erstmals unterstützt von der Trekzakgroep "De Ahof" aus den Niederlanden, die mit Mundharmonika und Akkordeon auf dem Marktplatz für zünftige Stimmung sorgten. Auch der Kiepenkerlchor sorgte für Unterhaltung in der Fußgängerzone. Am Abend genossen alle Kiepenkerle, Tödden und Bäuerinnen das gemeinsame Abendessen. In gemütlicher Runde wurde noch so manches „Dönken vertellt“
Dann hieß es „Gued gaohn bes en annermaol“
Reinhold Kortebrock